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Gesund durch Bewegung

Die beste Medizin, die es in der Apotheke nicht zu kaufen gibt

Montag, 9. April 2007 bearbeitet von Mag. Heidi Deflorian
 

Insgesamt bewegen sich rund 60 bis 85 % der Weltbevölkerung zu wenig. Bewegung - bringt Lebensqualität! Eine halbe Stunde moderates Ausdauertraining für Jung und Alt täglich (Gehen, Rad fahren, Treppensteigen, Betätigung im Haushalt/Garten) würde bereits ausreichen, um beispielsweise das Risiko einer Herzerkrankung um die Hälfte zu reduzieren und dazu beitragen, sowohl das körperliche als auch das geistige Wohlbefinden zu stimulieren (WHO, 2002).

Bewegung - bringt Lebensqualität

Körperliche Betätigung fördert die Gesundheit, macht uns attraktiv, glücklich, fit und hält jung v. a. bedingt durch:

- Ausschüttung von Glückshormonen (Endorphinen) im Gehirn und Bildung von Botenstoffen des zentralen Nervensystems (Neurotransmitter) wie z. B. Serotonin. Diese Stoffe helfen uns Stress abzubauen und belastende Situationen leichter zu bewältigen. Auch depressive Verstimmungen können verschwinden.
- Stärkung der körperlichen Abwehr (Immunsystem).
- Verminderung/Vermeidung von Herz-Keislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen (z. B. Diabetes, Fettstoffwechsel), Osteoporose sowie Schäden des Halte- und Bewegungsapparates.
- Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und des Erinnerungsvermögens.
- Regulierung bzw. Verminderung des Körpergewichtes.
- Bewegung kann auch das Hungergefühl dämpfen.

"Wer rastet, der rostet" - in jedem Alter

In erster Linie ist die "Freude an der Bewegung" wichtig. Welchen Sport- / Gymnastik- / Bewegungstherapie jemand ausüben soll, hängt von den individuellen Lebensumständen (Alter, Erkrankungen, Wohnort, Arbeitsplatz etc.) und Präferenzen ab. Wählen Sie eine Sportart aus, die Sie das ganze Jahr über betreiben können (z. B. Krafttraining im Fitnessstudio, Gymnastik, Laufen, Tennis, Hometrainer) und ergänzen Sie diese mit einer Saisonsportart (Schi fahren, Langlauf, Mountainbike etc.). Suchen Sie sich eine(n) TrainingspartnerIn oder motivieren Sie Freunde, Bekannte bzw. Familienmitglieder - denn gemeinsam macht Bewegung noch mehr Spass. Um gesundheitliche Risiken zu vermeiden sollten Sie sich, vor Trainingsbeginn medizinisch beraten lassen. Der allgemein empfehlenswerte wöchentliche Trainingsumfang sollte je nach körperlichem Zustand zumindest 1-3 Stunden betragen, aufgeteilt auf 2 bis 4 Einheiten. Aber auch durch Bewegung im Alltag (Treppe statt Rolltreppe oder Lift, kurze Strecken zu Fuß anstatt mit dem Auto zurücklegen etc.) kann eine Verbesserung der Energiebilanz erzielt werden.

Betreiben Sie Sport gemäß Ihrem aktuellen Fitnessgrad:

Grundsatz: "nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel oder zu intensiv" - beides kann Ihrer Gesundheit schaden (zu viel ist so schlecht wie zu wenig)

Grundregel:

- langsam beginnen
- nur die Regelmäßigkeit führt zum Erfolg (es gibt kein Training auf Vorrat!)
- erst die Häufigkeit, dann die Dauer und zuletzt die Belastung steigern.

Wärmen Sie sich immer vor dem Sport auf (leichtes Einlaufen und Strechübungen - dehnen jener Muskeln, die durch die Belastung beansprucht werden; leichte gymnastische Übungen; Strecken der Arme und Beine vor dem Ballspiel etc.) und nach dem Sport ab.

Sport soll Spaß machen - von Anfang an!

"Früh übt sich..." - wenn Kinder von Beginn an Spaß an der Bewegung haben und diese als etwas Positives erleben, stehen die Chancen gut, dass Sport auch im Erwachsenenalter zum Lebensalltag gehört. Bewegung fördert nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige Entwicklung des Kindes. Sie ist in jedem Lebensalter wichtig - besonders jedoch in der Wachstumsphase, damit sich Herz, Lunge, Muskeln, Kreislauf und Skelettsystem voll ausbilden können. Durch Sport lernen Kinder auch Fairness, Teamgeist und Bewältigung von Niederlagen. Der derzeitige "Sporttrend" bei Kindern geht weg von anstrengenden hin zu schnell erlernbaren Sportarten wie Skateboard, Inline-Skaten etc. und die "indoor" Freizeitaktivitäten wie Computern, Fernsehen etc. nehmen zu. Durch diese Trends bleibt vor allem die Kondition auf der Strecke.

- Motivieren Sie Ihr Kind zum Sport, indem Sie diesen gemeinsam ausüben (Seien Sie Vorbild!).
- Ihr Kind soll selbst Sportart(en) und Ausmaß der Bewegung bestimmen (keine Überforderung!).
- Kaufen Sie Ihrem Kind z. B. eine Jahreskarte oder melden Sie es in einem Sportklub seiner Präferenz an.

PS :

Bewegung - bringt Lebensqualität

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