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Husten und Halsweh

Sonntag, 18. Mai 2003 bearbeitet von Mag. Heidi Deflorian
 

Husten

Husten ist ein wichtiger Schutzmechanismus der Atemwege! (z.B. wenn Fremdkörper in die Luftröhre gelangen) Husten zeigt aber auch Erkrankungen verschiedener Schweregrade an, wie akute Infektionen der Atemwege oder auch Entzündungen der Lunge. Ist der Husten chronisch, gibt es verschiedene Ursachen. Sehr häufig ist der Raucherhusten, hier sind die Flimmerhärchen der Luftröhre so stark geschädigt, dass Fremdstoffe nicht mehr aus den Atemwegen transportieren werden können - der Husten übernimmt dann diese Funktion. Jahrelange Belastung durch wiederholte Infektionen, Staub oder Chemikalien lösen denselben Mechanismus aus. Es gibt auch allergischen Husten, der ohne Behandlung zu chronischen Asthma führen kann. Bei leichtem Husten hilft Ihnen ihr Apotheker/-in gerne mit Beratung und rezeptfreien Arzneimitteln weiter.

Bei Selbstmedikamention eines Hustens soll das Arzneimittel nur kurzfristig maximal 3-4 Tage angewandt werden. Lässt der Husten nicht nach oder verschlimmert er sich nach Absetzen des Medikamentes, muss der Arzt aufgesucht werden.

Ein Arztbesuch ist auf jeden Fall bei starken, akuten Husten mit hohem Fieber; bei eitrigen, blutigem oder grünem Auswurf nötig, ebenso wenn Schmerzen während des Hustens oder Atmens auftreten.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, suchen Sie bitte ebenfalls einen Arzt auf.

Husten bei Kindern

Husten bei Kindern, die jünger als 3 Monate sind, ist in diesem Alter eher ungewöhnlich und könnte auf ein Problem mit der Lungenfunktion hinweisen - suchen Sie einen Arzt auf.

Hat ein starker Husten ohne Anzeichen einer Verkühlung begonnen, ist zu prüfen, ob ein Fremdkörper oder kleine Speisereste die Atmung behindern.

Klagt das Kind neben Husten über Schwierigkeiten beim Atmen, keucht es auffallend, atmet es heftig und hatte es länger als 4 Tage Fieber, dann können diese Symptome auf eine Entzündung der Lunge, des Kehlkopfes oder andere ernsthafte Probleme hinweisen, die einen Arztbesuch erforderlich machen.

Wann können Sie einen Husten selbst behandeln?

Rechtzeitiges Abhusten des Schleimes verhindert, dass er zähflüssig wird und sich in der Lunge festsetzt, daher können Sie folgende Maßnahmen zur Unterstützung selbst ergreifen: Die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung genügend hochhalten, wie zum Beispiel durch aufhängen von feuchten Tüchern, ausreichend trinken, vor allem wenn man Fieber hat. Spezielle Tees und Säfte aus ihrer Apotheke leisten dabei gute Dienste.

Kann zähes Sekret nicht abgehustet werden, wirken schleimlösende Medikamente in Form von Hustensaft, Hustentropfen oder Brausepulver zum Auflösen. Unterstützend kann man zusätzlich eine Einreibung, die reich an ätherischen Ölen ist, auf Brust, Hals und Rücken anwenden. Achtung nicht alle Einreibungen sind für Babys, Kleinkinder, sowie Asthmatiker geeignet - ihr Apotheker berät Sie gerne!

Nicht zu vergessen sind Inhalationen unter Zusatz von ätherischen Ölen oder Inhalationssalzen um den Schleim zu verflüssigen. Steht kein Inhalator zur Verfügung, kann man auch die Zusätze in heißes Wasser geben und den Dampf einatmen (nicht für Säuglinge und Kleinkinder geeignet!)

Halsweh

Jeder zweite Verkühlte bekommt auch Halsweh, jeder fünfte auch Fieber. Gegen Halsweh helfen Gurgelmittel und Lutschpastillen. Wichtig ist beim gurgeln die Lösung mindestens eine halbe Minute im Mund zu behalten, damit genügend Wirkstoff über die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann. Die Mittel zum Gurgeln und Lutschen sollten Mehrmals täglich angewendet werden.

Wenn Halsschmerzen auftreten, ohne dass ein Schnupfen vorliegt, besteht der Verdacht auf eine bakterielle Entzündung, vor allem wenn schmerzhaft vergrößerte Lymphknoten auftreten. In diesen Fällen muss eine eitrige Mandelentzündung ausgeschlossen werden, die in der Regel einer Antibiotikatherapie bedarf.

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