Sonntag, 18. Mai 2003
bearbeitet von
Mag. Heidi Deflorian
Laut Statistik leidet jeder Erwachsene 2 - 3 mal pro Jahr an einer Erkältung , Kinder bis zu 6 mal.
Obwohl eine Erkältung keine schwere Erkrankung ist, fühlt sich der Betroffene nicht wohl und manchmal entstehen aus einer Erkältung - einem sogenannten grippalen Infekt - schwere Krankheiten wie Lungenentzündungen oder Entzündungen des Herzmuskels oder anderer Organe. Erkältungen kann man auch im Sommer ohne kaltes Wetter haben.
Die Ursache ist meistens eine Infektion durch eines oder mehrere von 200 verschiedenen Viren. Ist der Körper geschwächt, können sich Bakterien einnisten, die dann eitrige Entzündungen auslösen können.(z.B. Nasennebenhöhleneiterung, Mittelohrentzündung, Lungenentzündung...)
Gegen solche grippalen Infekte sind noch keine Schutzimpfungen entwickelt worden - im Gegensatz zur echten Grippe, gegen die es eine recht gut wirksame Schutzimpfung gibt.
Erkältungsviren, meist Rhinoviren, werden nicht nur durch Tröpfcheninfektionen, sondern auch durch direkten Körperkontakt übertragen.
Die Symptome kann man durch gezielte Behandlung mit Medikamenten, Heilpflanzen und Hausmitteln lindern, sowie zur Stärkung und Unterstützung der körpereigenen Abwehrkräfte ein Multivitaminpräparat oder ein Extrakt vom roten Sonnenhut einnehmen
Fieber ist eine natürliche Reaktion des Körpers und dient zur Bekämpfung des Erregers. Es sollte daher, wenn überhaupt, nur mäßig gesenkt werden.
Die echte Grippe - ausgelöst durch Influenzaviren - ist nicht so ohne weiteres von einem grippalen Infekt zu unterscheiden. Die Symptome (hohes Fieber, Glieder-, Hals- und Kopfschmerzen) sind allerdings stärker ausgeprägt als bei einem grippalen Infekt.
Hier hilft nur Bettruhe!
Der Erkrankte soll möglichst viel trinken, das Zimmer ausreichend gelüftet werden.
Bei der Behandlung wird der Arzt entscheiden, ob es angebracht ist die neuen Virustatika (virenhemmende Arzneien) - zusätzlich zur eventuellen symptomatischen Behandlung - einzusetzen.
Bei besonders schwerem oder länger dauerndem Krankheitsverlauf muss zusätzlich entschieden werden, ob es einer Antibiotikatherapie (bakterielle Komplikationen) bedarf.
Die Grippeimpfung rechtzeitig gegeben - möglichst am Anfang der kalten Jahreszeit - ,kann die Ansteckung durch die Grippeviren verhindern oder zumindest den Krankheitsverlauf erleichtern.
Grippale Infekte und Schnupfen können nicht verhindert werden. siehe grippale Infekte
Die österreichischen Apotheken starten jedes Jahr, in Zusammenarbeit mit der Arge-Pharmazeutika und der österreichischen Apothekerkammer , eine Grippe-Impfaktion, um die Erkrankungszahlen möglichst gering zu halten und der Bevölkerung die Möglichkeit zugeben sich zu schützen.
Zusätzlich wird Personen ab dem 6o. Lebensjahr, sowie Personen mit bereits geschwächter körperlicher Konstitution, Säuglingen und Kleinkindern eine Schutzimpfung, die Pneumokokkenimpfung gegen eine häufige Form der Lungenentzündung (Pneumokokkenpneumonie) vom österreichischem Gesundheitsministerium empfohlen.
Schnupfen wird begünstigt durch allgemeine Auskühlung z.B.: wie zu langes Stehen in der Kälte, wenn man zu leicht angezogen ist und friert, wenn man nass wird und sich nicht gleich umziehen kann. Es kommt dadurch zu mangelnder Durchblutung der Nasenschleimhäute, Verminderung des Nasensekrets, Verlangsamung der Flimmerhärchenbewegung und in der Folge zu vermehrten Einnisten von Viren und deren rasanter Vermehrung.
Niesreiz, Brennen in Nase und Rachen, Frösteln, allgemeines Krankheitsgefühl sind die Folge. Die Nase rinnt, die Ohren verschlagen sich und nach einigen Stunden geht auch die Nase zu.
Um die Beschwerden zu lindern, die Schleimhäute abzuschwellen, die Nasenatmung zu erleichtern, als Vorbeugung gegen verschlagene Ohren und damit auch Folgeerkrankungen des Mittelohres zu verhindern, ist es empfehlenswert, Nasentropfen oder Nasensprays zu verwenden. Zusätzlich, nach Aufgehen der Nase, ist eine Inhalation mit ätherischen Ölen oder gelösten Inhalationssalzen zu empfehlen.
Allerdings sind Nasentropfen oder -sprays mit schleimhautabschwellender Wirkung ohne ärztliche Verschreibung nicht länger als 7 Tage zu verwenden, da es durch Gewöhnung und Schädigung der Nasenschleimhaut zu einem medikamentösen Schnupfen kommen kann. Bei Absetzen von Nasentropfen schwillt die Nase auch dann zu, wenn man keinen Schnupfen mehr hat
Für Kinder und Säuglinge gibt es spezielle Nasentropfen in geeigneter Konzentration, oft sind auch Tropfen oder Sprays aus physiologischer Kochsalzlösung hilfreich. Außerdem gibt es in ihrer Apotheke auch eigene Geräte zum Absaugen des Nasensekrets.