Sonntag, 18. Mai 2003
bearbeitet von
Mag. Heidi Deflorian
,
Martin Wieser
Dies ist der zweite Teil der Artikelserie über Diabetes. Der erste Teil kann hier nachgelesen werden.
Der wichtigste Bestandteil einer Behandlung ist eine gute Blutzuckereinstellung und -kontrolle!
In manchen Apotheken können Sie sich auf Diabetes screenen (testen) lassen. Mittels eines kleinen "Pieks" an der Fingerkuppe wird Blut entnommen und in wenigen Sekunden können Sie das Ergebnis (Normalbereich: 76 - 110 mg/dl) ablesen.
Werden bei diesem Screening auffällige Werte festgestellt, sollten Sie den Hausarzt zwecks genauerer Diagnose (z.B. mittels sogenanntem Glukosetoleranztest) kontaktieren.
Geräte für den Hausgebrauch sind im Handel erhältlich - Auskunft dazu erhalten Sie von Arzt/in, Apotheker/in oder bei einer Diabetikerschulung.
Der Testfragebogen zum Ausfüllen
Plötzlich entstehende Komplikationen wie z. B.:
Zu niedriger Blutzuckergehalt (bei zu geringer Nahrungsaufnahme oder zu viel Sport). Innerhalb weniger Minuten kann man, wenn nicht sofort etwas gegessen wird, das Bewusstsein verlieren. Warnsignale wie z.B. Schwächegefühl, Blässe, Sehstörungen und Schwindelgefühl sollten Sie nicht ignorieren. Nehmen Sie sich für den Notfall ein Stück Traubenzucker mit.
Zuckerkoma (Ketoazidose bei Typ-I-Diabetes) stellt einen lebensbedrohlichen Zustand dar und ist auf den Insulinmangel zurückzuführen.
Das sogenannte hyperosmolare Zuckerkoma kann bei Typ-II, bedingt durch einen sehr hohen Blutzuckerspiegel, vorkommen.
Spätkomplikationen (entwickeln sich erst nach einigen Jahren) wie z. B.:
Diabetische Augenkrankheit (Retinopathie), welche zur Erblindung führt.
Nervenentzündung (Polyneuropathie) - vor allem Gefühlsstörungen an den Beinen.
Nierenerkrankungen
Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) mit Durchblutungsstörungen und Hautveränderungen an den Beinen; Angina pectoris; Herzinfarkt; Schlaganfall; Bluthochdruck; etc.
Potenzstörungen
Fettleber