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Rund ums Reisen


Samstag, 10. Mai 2003 bearbeitet von Mag. Heidi Deflorian
 

Reisevorbereitung

KofferEine Reise, vor allem eine Fernreise, sollten Sie gesund antreten. Informieren Sie sich rechtzeitig darüber, welche Impfungen für Ihr Reiseland notwendig sind, denn Sie sollten bereits sechs Wochen vor Reiseantritt mit den Impfungen beginnen.

Holen Sie sich das für Ihr Reiseland gültige Impfprogramm in Ihrer Apotheke oder informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt, dem Gesundheitsamt oder einer tropenmedizinischen Beratungsstelle.

Achten Sie darauf, ob die sogenannten Basisimpfungen (Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis A und Typhus) bei Ihnen gemacht wurden und ob der Impfschutz noch gewährleistet ist (wie lange liegt die letzte Impfung zurück?).

Wenn jemand eine Reise tut, dann benötigt er eine Reisecheckliste.

Insektenschutz

InsektenSchutz vor Insekten - wird außer durch insektenabwehrende Mittel "Repellents" zum Einreiben - vor allem durch langärmelige Kleidung und nach Einbruch der Dämmerung durch Bedeckung der Beine und Füße gewährleistet.

Halten Sie sich abends und nachts in mückengeschützten Räumen auf. Verwenden Sie für Schlafräume oder im Zelt Moskitonetze.

Mücken können mechanisch, evtl. mit Insektiziden als Aerosol, Verdampfer, Kerzen oder Räucherspiralen abgetötet/vertrieben werden (wobei die Unbedenklichkeit dieser Mittel bei längerer Anwendung nicht erwiesen ist!).

Sonne

SonneDie Verwendung von leichter Kleidung aus Baumwolle, Seide oder Leinen und Kopfbedeckung sowie Sonnenbrille sollte eigentlich selbstverständlich sein (Schulter, Arme und Beine nicht vergessen) - auch beim Spielen am Strand oder bei Gartenarbeit!

Tragen Sie eine Sonnencreme ca. 1/2 Stunde vor Sonnenexposition auf, damit sich der Lichtschutz entfalten kann.

Bleiben Sie je nach Hauttyp nicht länger als 10 Minuten in der Sonne liegen, wenn Sie ein hellhäutiger oder rotblonder Typ oder bis zu 30 Minuten, wenn Sie ein dunkler Typ sind. Die Schutzwirkung von Sonnenschutz verlängert sich auch bei mehrmaligem Auftragen nicht! Sie bräunen durch indirekte Strahlung auch im Schatten oder im Halbschatten. Einen Sonnenbrand spürt man erst einige Stunden nach dem Sonnenbad!

Verwenden Sie beim Baden, Schnorcheln und beim Liegen auf der Luftmatratze wasserfeste Sonnenschutzmittel; vergessen Sie auch hier nicht Kopf, Schulter, Rücken und Beine. Beachten Sie, dass die UV-Strahlung auch unmittelbar unter der Wasseroberfläche wirkt!

Bleiben Sie in der Mittagszeit im Schatten.

Achten Sie auf reichliche Flüssigkeitszufuhr von 2-4 Liter pro Tag, meiden Sie Alkohol.

Sonnenstich

Erste Hilfe bei Sonnenstich (Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen nach längerem Sonnenbad): Sofort in den Schatten - am besten ins Haus - hinlegen, Kleidung öffnen, Oberkörper erhöht lagern, mit kalten feuchten Tüchern kühlen; viel trinken.

Klimawechsel

Für jeden Organismus bedeutet ein Klimawechsel eine Belastung, ungewohnte Wärme lässt die Körpertemperatur wie bei leichtem Fieber ansteigen. In der Folge erweitern sich die Blutgefäße, um die Wärmeabfuhr zu erleichtern und den Hitzestau abzubauen. Zwei bis drei Tage fühlt man sich dadurch müde und abgeschlagen; in dieser Zeit sollte man dem Körper Ruhe gönnen und den Genuß von größeren Mengen Alkohol vermeiden (Alkoholgenuß verlangsamt den Akklimatisierungsprozess). Nach dieser Zeit hat sich der Körper akklimatisiert.

Wandern und Bergsteigen

BergeDurch forcierte Atmung und vermehrter Schweißabsonderung tritt ein gesteigerter Flüssigkeitsverlust ein. Es ist daher auf genügend Flüssigkeitszufuhr zu achten, eventuell mit Zusatz von Elektrolyten, damit ein Blutzuckerabfall vermieden werden kann.

Eine ausgewogene Zusammensetzung der Jause nicht vergessen - Müsliriegel und dergleichen zur Vermeidung eines Blutzuckerabfalls.

Achten Sie auf atmungsaktive, schweißaufsaugende Kleidung und sicheres Schuhwerk.

Vergessen Sie nicht einen Regenschutz, Reservekleidung zum Wechseln und eine Kopfbedeckung (als Sonnenschutz) einzupacken.

Kompaß und Wanderkarte sind zur Orientierung in unbekanntem oder schlecht markiertem Gelände, sowie bei Nebeleinfall unbedingt zu empfehlen. Ein GPS-Empfänger ersetzt keine Karte! Falls es später wird als geplant, haben sich Taschenlampen sehr bewährt!

Sehr hilfreich ist auch die Verwendung eines Pulsfrequenzmeßgeräts zur Überwachung der Pulsfrequenzspitzen und des Ruhepulses. (à propos: kennen Sie Ihren Blutdruck?)

Wer über 3000m geht z.B. bei Trekkingtouren in Nepal oder am Kilimanscharo sollte ungefähr eine Woche zum Akklimatisieren einplanen, da der Körper sich auf das verminderte Sauerstoffangebot zuerst einstellen muss, indem er vermehrt rote Blutkörperchen - die Sauerstofftransporteure des Körpers - bildet.

Vergessen Sie nicht

- Sonnenschutzmittel mit entsprechendem Lichtschutzfaktor
- Schmerzmittel
- Pflaster
- Desinfektionsmittel
- Blasenpflaster
- spezielles Pflaster als Schutz gegen aufreiben der Haut
- Lippenschutz, ev. Creme gegen Fieberblasen
- Menthogall zur Entspannung der Muskulatur und Belebung der Kräfte
- ausreichend Getränke.

Wir haben für Sie eine Checkliste für eine Reiseapotheke zusammengestellt.

Höhenkrankheit

Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schwindel, Schlafstörungen und Kreislaufschwäche sind die Symptome, Hirn- oder Lungenödome, sowie Netzhautblutungen können auftreten.

Bei Auftreten akuter Höhenkrankheit ist ein sofortiger Abtransport in tiefere Höhenlagen unerläßlich !

Dokumente zu diesem Artikel:

 

Reiseapotheke

Eine Liste zum Zusammenstellen einer sinnvollen Reiseapotheke.

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Reisecheckliste

Das Gas abgestellt? Die Dachfenster geschlossen? Fragen die manchem nach Reiseantritt einfallen. Eine praktische Checkliste hilft.

11.6 kB

 

 

URL: http://www.apotheke-scheibbs.at/spip.php?article17